Tagtraum

Morgen Kinder wirds nichts geben....

— geschrieben von Tagebuch @ 17:39 - 21 Dez, 2010

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man's bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist's noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt's Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen -
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt's an Holz!
Stille Nacht und heil'ge Nacht -
Weint, wenn's geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit ...
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Erich Kästner


Einfach so

— geschrieben von Tagebuch @ 17:45 - 04 Mai, 2009
Die Arbeit läuft nicht davon, wenn du
einem Kind den Regenbogen zeigst.
Aber der Regenbogen wartet nicht,
bis du deine Arbeit beendet hast.

Aus China

Geschafft

— geschrieben von Tagebuch @ 15:27 - 23 Dez, 2008

Für dieses Jahr ist es geschafft - nun habe ich Weihnachtsurlaub.
Also werde ich jetzt Koffer packen

Für euch habe ich noch ein Weihnachtsgedicht:

Was hat wohl der Esel gedacht? (Manfred  Siebald) 

Was hat wohl der Esel gedacht in der heiligen Nacht,

als er plötzlich die Fremden sah im Stall?

Vielleicht hat er Mitleid verspürt,

hat das Bild ihn angerührt,

und er rückte zur Seite sehr sozial.

Vielleicht aber packte ihn die Empörung,

welch eine nächtliche Ruhestörung!

Kaum schlaf ich Esel mal ein,

schon kommen hier Leute herein.

 

Und dann lag vor ihm das Kind,

und er dachte: Jetzt sind es schon drei!

Was ist das für eine Nacht?
Da hält mir das Kind doch noch zuletzt

meine Krippe besetzt.

Und er polterte völlig aufgebracht:
“Ich lasse ja so manches mit mir geschehen,

doch wenn sie mir an mein Futter gehen,

ist´s mit der Liebe vorbei!“

und er dachte schon an Stallmeuterei.

 

Er wusste ja nicht, wer es war,

den die Frau dort gebar,

hatte nie etwas gehört von Gottes Sohn.

Doch wir wissen alle Bescheid.

Und doch benehmen wir uns heut

noch genau wie der Esel damals schon.

Denn Jesus darf uns nicht vom Schlaf anhalten,

nicht unseren liebsten Besitz verwalten.

Doch wer ihm die Türen aufmacht,

der hat jeden Tag Heilige Nacht.

Doch wer ihm die Türe aufmacht,

der hat jeden Tag Heilige Nacht!

 


Weihnachtstrubel

— geschrieben von Tagebuch @ 18:53 - 22 Dez, 2008
Grüner Kranz mit roten Kerzen
Lichterglanz in allen Herzen
Weihnachtslieder, Plätzchenduft
Zimt und Sterne in der Luft.
Garten trägt sein Winterkleid
wer hat noch für Kinder Zeit?

Leute packen,basteln, laufen,
grübeln, suchen, rennen, kaufen,
kochen, backen, braten, waschen,
rätseln, wispern, flüstern, naschen,
schreiben Briefe, Wünsche, Karten,
was sie auch von dir erwarten.

Doch wozu denn hetzen, eilen,
schöner ist es zu verweilen,
und vor allem dran zu denken,
sich ein Päckchen Zeit zu schenken.
Und bitte lasst doch etwas Raum
für das Christkind unterm Baum!

(Ursel Scheffler)

Gedicht

— geschrieben von Tagebuch @ 10:12 - 13 Dez, 2008

 

Die Kinder beten

Christkindchen, ich will artig sein,
bescher mir was ins Schüsselein,
Äpfel, Nüsse, eins, zwei, drei,
und ein Püppchen auch dabei.

Du lieber Heiliger Christ,
komm nur nicht, wenn´s dunkel ist,
komm im hellen Mondenschein,
wirf mir Nüss und Äpfel rein.

Heil´ger Christ, wir flöten,
trommeln und trompeten:
Brimg uns recht was Schönes mit,
Lieber guter, heilger Christ.

Christkindchen komm in unser Haus,
leere deine Taschen aus,
stell deinen Schimmel untern Tisch,
dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frisst er nicht?
Doch Zuckerbrezel kriegt er nicht!

Autor? unbekannt


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